Helau!
Münster. Karneval. Böse Geister.
, Timmer Frederik

Festakt 77 Jahre KG Böse Geister

An einem sommerlichen Tag in Münster versammelten sich über 150 Närrinnen und Narren im prächtigen Erbdrostenhof – ein Zeichen dafür, dass ein besonderer Anlass bevorstand.

An einem sommerlichen Tag in Münster versammelten sich über 150 Närrinnen und Narren im prächtigen Erbdrostenhof – ein Zeichen dafür, dass ein besonderer Anlass bevorstand. Und dieser Anlass war in der Tat ein Festakt, zu dem Präsident Mario Engbers anlässlich des 77-jährigen Bestehens der Karnevalsgesellschaft Böse Geister eingeladen hatte. Die Mitglieder und Freunde der Gesellschaft folgten dieser Einladung zahlreich.

Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann, eröffnete die Feierlichkeiten mit herzlichen Grüßen und hieß die versammelten Gäste im historischen Festsaal willkommen. In seiner Ansprache betonte er die gesellschaftliche Bedeutung des Karnevals, der gerade in der heutigen Zeit als Brückenbauer fungiert und einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft leistet.

Auch über die Grenzen Münsters hinaus blieb das Wirken der Bösen Geister nicht unbemerkt. So begrüßte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Anwesenden in ihrer Festrede. Sie hob die symbolische Bedeutung der Zahl 11 für Karnevalisten hervor und betonte die Besonderheit des Jubiläums. Ihr Fokus lag auf der Pionierarbeit der Gründungsmitglieder, die in schwierigen Zeiten den Mut aufbrachten, eine Karnevalsgesellschaft ins Leben zu rufen. Zudem würdigte sie die Werte des Karnevals und das Engagement aller Beteiligten, die Gesellschaft mit Leben zu füllen.

Auch die Stadt Münster ließ es sich nicht nehmen, dem Geburtstagskind zu gratulieren. Bürgermeisterin Angela Stähler überbrachte im Namen von Oberbürgermeister Markus Lewe herzliche Glückwünsche. In ihrem Grußwort erinnerte sie an die Amtszeit von Mario Engbers als Prinz Mario I. und wünschte sowohl ihm als auch der Stadt Münster und der Gesellschaft eine erfolgreiche Zukunft.

Den Abschluss der Reden bildete der Präsident der KG Böse Geister, Mario Engbers, der sich spontan dazu entschloss, sein vorbereitetes Manuskript beiseitezulegen. Da seine Vorrednerinnen und Vorredner bereits viele seiner geplanten Themen angesprochen hatten, entschied er sich, frei zu sprechen. In seiner kurzen, aber prägnanten Ansprache hob er erneut die Bedeutung des Jubiläums hervor und verglich die Entwicklung der Bösen Geister mit der Entwicklung des Menschen – Näheres dazu ist im Vorwort des Festheftes nachzulesen. Nach seiner Rede wurde es Zeit für ein Glas Sekt im Hof und angeregte Gespräche bei strahlendem Sonnenschein.